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| Galerie Arabeske Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. |
Essaouira - Farben des Windes
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Essaouira Couleurs des Vents*) - so der Originaltitel dieser Ausstellung, die von Essaouira aus ihre Reise antritt, die Farben von Afrikas Wind City um die Welt zu tragen. Erste Station war im Herbst 1998 Pézenas, Molières Sommersitz, Essaouiras Partnerstadt im französischen Süden. Nun, im Frühjahr 1999, da ganz Frankreich Le Temps du Maroc begeht, weht ein Hauch Marokko auch herüber nach Heidelberg, dessen Bewohner mit der Welt aus dem Sandkorn, von Nabili 1997 zum 40jährigen Jubiläum des Institut Français in Stadtbücherei, Montpellier-Haus und Kurpfälzischem Museum installiert, schon Gelegenheit zur Begegnung mit moderner Kunst aus Marokko hatten. Auftakt zu einem Kulturdialog, der seither auf vielen Ebenen fortgesetzt wurde, beim Besuch der Kulturkarawane aus Essaouira im Heidelberger Rathaus etwa, und der nun noch ein bißchen farbiger wird. Viele Farben hat er, der Wind von Essaouira, dem legendären Mogador, dessen weiße, ocker umgürtete Silhouette zwischen Sanddünen und Ozean gen Himmel ragt. Die verträumte Hafenstadt, dieses Weltdorf am Rande der Zeit, zwischen Agadir und Safi am Atlantik gelegen, auf einer Höhe mit Marrakesch, hat sie alle kommen und bleiben sehen: phönizische Händler und römische Purpurfabrikanten, portugiesische Könige und französische Konsuln, sudanesische Sklaven und britische Kaufleute, berberische Bauern und jüdische Händler, Handwerker aus allen Regionen Marokkos, Hippies, Wind-Surfer und Künstler aus allen Ländern der Welt. Essaouira-Mogador, die Karawanenstation, die jahrhundertelang als Hafen von Timbuktu den Handel an Afrikas Küste beherrscht, in deren denkmalgeschützten Mauern sich Kirche, Moschee und Synagoge begegnen, Religionen, Rassen und Kulturen zu einer einzigartigen Synthese verschmelzen, ist ein Ort der Kontakte, der Kommunikation, der Kreativität par excellence. Daß Essaouira als Stadt der Künste und des Kunsthandwerks aus vielfältigsten Traditionen schöpft, daß Mogador mehr zu bieten hat als die knallbunte, magisch-naive, als Korrelat zur Gnaoua-Mystik präsentierte Afro-Malerei (die ein exotikversessenes Europa schon zur Schule von Essaouira gekürt hat, mit dem Ergebnis stürmischer Proteste von seiten der freien Künstler): davon kündet jeder Gang durch die Straßen, Galerien und Ateliers der Stadt, davon zeugte im Jahr 1989 die Ausstellung Les Magiciens de la Terre im Pariser Centre G. Pompidou, auf der Boujemâa Lakhdar aus Essaouira, der erste Konservator des Musée Sidi Mohammed Ben Abdellah, als einziger Künstler den gesamten Maghreb vertrat, und das wird auch auf dieser Ausstellung wieder deutlich, in den Visionen Marias, Ruggeros und Mohameds, die vom Espace Othello International aus zu uns herüberleuchten. Maurice-Brahim Goufrani, Regina Keil-Sagawe. |
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