|
|
Kunst - Kunsthandwerk - Schmuck - Veranstaltungen - Wir über uns - Links - Home |
|
| Galerie Arabeske Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. |
Ruggero Giangiacomi - Italien,
Marokko
|
1930 in Ancona geboren, Studium der Kunst in Rom, künstlerische Entwicklung stark von der Scuola Romana der frühen 50er geprägt, später Hinwendung zur angewandten Kunst: Experimente mit Holz, Glas und vor allem Keramik, inspiriert von Melandri, Zauli und Baratti. In den 80ern creative director einer berühmten Mailänder Keramik-Manufaktur. Lebt und arbeitet zwei Jahrzehnte lang in Trezzano sul Naviglio. Macht sich nach erfolgreicher Doppelkarriere als Künstler und Keramiker in den 70ern erstmals von Italien nach Marokko auf, das Land des Lichtes mit der Seele suchend, wie vor ihm Biseo und Ussi, Delacroix und Matisse, Jacques Azéma und Majorelle. In den 80ern läßt er sich dauerhaft in Rabat nieder, ab 1998 dann in Essaouira, dessen luftigem Charme er verfällt. Von Leinwänden und Titelbildern, Postkarten und Postern, in Amphoren oder Schalen geritzt und stets farbenfroh koloriert, leuchtet einem Giangiacomis Vision von Marokko entgegen: Katzen und Fische, Häuser und Schiffe, dickbäuchig, großäugig, heimlich beseelt. Blicke durch blaue Fenster, auf Essaouiras Sky-Line, seinen Hafen, Himmel und Meer, und die satte Hügellandschaft der Umgebung. Von unschuldiger, unmittelbarer Sinnlichkeit, als wärs ein Stück vom Paradies, in eine Palette getaucht, in der der Schwung der Linie den Ton angibt, wo Blau-Grün-Türkis-Töne und Gelb-Orange-Ocker-Nuancen das Sagen haben. Ein Garten Eden am sechsten Tag der Schöpfung, denn menschenleer ist dieses Paradies, ohne Schleier und Djellaba, frei von Kitsch, von Klischees, von neokolonialer Vereinnahmung. Aber von schwebender Leichtigkeit. Giangiacomi hat Marokko neu beseelt, das Land sich selbst zurückgegeben, es bereichert, verwandelt durch seine Vision (Jean-Albert Margaine). Giangiacomi, dessen Gemälde und Keramiken sich weltweit in bedeutenden Museen und Sammlungen finden, stellt seit 1991 regelmäßig in fast allen marokkanischen Städten aus. 1997 hat er mit einer Schenkung den Grundstein zur Sammlung moderner Kunst im traditionell volkskundlichen Musée Sidi Mohammed Ben Abdellah in Essaouira gelegt. RKS |
|